Gauss-Telegraph: Flashback – Tag der Toten

Gauss-Telegraph: Flashback – Tag der Toten

Die Gauss Friends wünschen euch allen ein schönes und frohes neues Jahr! Am kommenden Dienstag, den 08.01.2018, setzen wir unsere regulären Themen-Abende fort.
Fanar Ibrahim berichtet im Folgenden über eines seiner tollen Erlebnisse bei den Gauss Friends im vergangenen Jahr im Rahmen des “Tag der Toten”.

Am Dienstag, den 30.10.2018, stand das Gauss-Haus unter dem Motto „Día de los Muertos“, was Spanisch ist und auf Deutsch „Tag der Toten“ bedeutet. Dabei handelt es sich um einen mexikanischen Feiertag, an dem traditionell an die Verstorbenen gedacht wird.

Bevor die Party losging, gab es erstmal einen Vortrag zu „Día de los Muertos“. Zuerst wurde auf die Regeln des Gauss-Hauses hingewiesen. Dass das Gauss-Haus zum Beispiel keine kommerzielle Einrichtung ist, dass da Selbstservice herrscht und dass das Gauss-Haus frei von Rassismus, Antisemitismus, Homophobie, Sexismus und Islamfeindlichkeit ist. Die Regeln wurden dabei auf Deutsch, Englisch und Spanisch erklärt, damit alle Studenten diese verstehen.

Danach wurde ein wenig Werbung für einige Aktionen gemacht, zum Beispiel für die Exkursion nach Berlin, für eine Musikgruppe, für den Lesekreis und für das Projekt „S.O.S. – Studien ohne Sprachbarrieren“. Vor allem das S.O.S.-Projekt schien sehr gut bei den Studenten anzukommen, da viele am Anfang Sprachprobleme haben und es für sie hilfreich ist, wenn sie in den jeweiligen Vorlesungen Personen haben, die mit ihnen lernen und sie bei der Sprache unterstützen.

Dann kam es zum Hauptteil des Vortrags, zu „Día de los Muertos“. Dieser wurde von einem Mexikaner auf Englisch vorgestellt, der den Vortrag mit netten Anekdoten aus seiner Heimat ausgeschmückt hat. Er hat gesagt, dass der Feiertag vom 31.10 bis zum 02.11 stattfindet und dass dabei an die Toten gedacht wird. Nach mexikanischem Glauben kommen die Toten einmal im Jahr zu Besuch aus dem Jenseits und feiern gemeinsam mit der Familie und Freunden ein fröhliches Wiedersehen. Dabei gibt es auch Musik, es wird getanzt und gut gegessen. Das Brauchtum wurde auch 2008 von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit ernannt.

Das Herzstück der Feierlichkeiten ist der Altar. Dieser kann entweder zu Hause oder auf einem Friedhof aufgebaut werden. Diese Altäre sind aber nicht zum Anbeten da. Sie sollen die Geister der Toten im Reich der Lebenden willkommen heißen und sind daher reichlich mit Gaben bestückt. Dabei gibt es 12 Gaben, die man den Toten auf dem Altar anbieten kann: Eine Kerze für jeden Toten, Familienfotos, Blumen, Salz, Weihrauch, Papier, Zucker-Schädel, „Pan de Muerto“, religiöse Artikel, verschiedene Objekte (wie zum Beispiel Spielzeug für Kinder) und Essen und Trinken.

Sowohl vor als auch nach dem Vortrag konnten sich alle Besucher von Maria passend zum Feiertag schminken lassen. Es gab entsprechend zum Feiertag auch reichlich mexikanische Spezialitäten zum Essen, zum Beispiel eine scharfe Tomatensuppe, ein Linseneintopf, natürlich auch Tortilla-Chips und noch vieles mehr. Unten im Keller konnte gekickert werden und es fand auch ein Salsa-Tanz- Kurs statt. Die Tanzfläche war voll und die Tänzer schienen viel Spaß zu haben. Wer wollte, konnte im Gauss-Haus bleiben und dort feiern, aber man konnte auch andere Locations und Halloween-Partys besuchen.

Insgesamt war es ein gelungener und schöner Abend. Man hat etwas Neues gelernt, hat viele Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kennengelernt, hat gut gegessen und getrunken und alles in allem einfach viel Spaß gehabt.

Wir freuen uns euch wieder beim Tunesien-Abend zu sehen!

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